Wenn Ihre Ehe gescheitert ist…

Allgemeine Infos zur Scheidung

Das Herz ist gebrochen, die Ehe gescheitert...

Ihre Ehe nähert sich dem Ende oder ist bereits gescheitert? Sie leben getrennt und Ihnen steht eine Scheidung bevor? Sie suchen einen Scheidungsanwalt bzw. einen Fachanwalt für Familienrecht? Dann sind Sie bei uns genau richtig.

Im Folgenden haben wir versucht, Ihnen alle relevanten Fragen zum Thema Scheidung zu beantworten, damit Sie von Anfang an wissen, wie eine Scheidung erfolgt und worauf Sie zu achten haben. Dies betrifft insbesondere das deutsche Familienrecht. Das Familienrecht ist ein Teilgebiet des Zivilrechts. Hier werden die Rechtsverhältnisse der durch Ehe, Lebenspartnerschaft und Verwandtschaft miteinander verbundenen Personen geregelt. Dazu zählen u.a.: Trennung, Scheidung, Sorgerecht, Umgangsrecht und Unterhalt.

Was sind die Voraussetzungen für eine Scheidung?

Wann kann ich mich scheiden lassen?

Laut Gesetz kann eine Ehe geschieden werden, wenn sie gescheitert ist. Gescheitert ist die Ehe, wenn die Eheleute seit über einem Jahr getrennt voneinander leben und beide die Ehescheidung beantragen oder der andere Ehepartner der Scheidung zustimmt. Spätestens nach Ablauf von drei Trennungsjahren wird unwiderlegbar vermutet, dass die Ehe gescheitert ist und deshalb geschieden werden kann, ohne dass es hierbei der Zustimmung des anderen Ehepartners bedarf.

EINVERNEHMLICHE SCHEIDUNG

Wie verläuft eine einvernehmliche Scheidung, wenn sich beide Ehepartner einig sind?

Bei einer einvernehmlichen Scheidung (Zustimmung beider Ehegatten – kein Streit über Folgesachen) braucht nur einer der Ehegatten einen Scheidungsanwalt. Obwohl dieser Scheidungsanwalt nur einen der Ehegatten vertritt, besteht häufig die Absprache, dass sich beide Ehegatten die Rechtsanwaltskosten teilen. Verpflichtet zur Zahlung der Rechtsanwaltskosten ist jedoch nur der Ehegatte, der diesem den Auftrag erteilt hat. Eine Scheidung ganz ohne Rechtsanwalt ist nicht möglich!

STREITIGE SCHEIDUNG

Was tun, wenn Uneinigkeiten bestehen oder der Ehepartner die Scheidung nicht will?

Kommt es zwischen den Ehegatten zum Streit bzw. zu Uneinigkeiten, sollte jeder Ehepartner durch einen eigenen Anwalt vertreten werden. Sollte zudem Ihr Ehepartner der Scheidung nicht zustimmen, müssen Sie beweisen, dass die Ehe „zerrüttet“ ist. Gelingt dies nicht, kann die Ehe erst nach drei Jahren Trennung geschieden werden. Nach drei Jahren ist die Zustimmung des Ehepartners nicht mehr erforderlich. Auch in diesen Fällen sollten beide Ehegatten ihren eigenen Scheidungsanwalt beauftragen.

Der Ablauf einer Scheidung

Die 5 wichtigen Schritte einer Scheidung

01. Trennung

„Trennung von Tisch und Bett“ oder Trennung durch Auszug über 1 Jahr. Das heißt: keine gemeinsame Haushaltsführung, kein gemeinsames Wirtschaften, keine sexuelle Gemeinschaft.

02. Scheidungsantrag

Der Scheidungsantrag muss von einem Scheidungsanwalt beim zuständigen Familiengericht eingereicht werden. Die Zustellung des Scheidungsantrags zum anderen Ehepartner erfolgt durch das Gericht.

03. Versorgungsausgleich

Sie erhalten vom Gericht Formulare zur Durchführung des Versorgungsausgleichs. Diese werden von Gericht anschließend dem Rentenversicherungsträger übermittelt. Dieser rechnet aus, wie viel Rentenansprüche jeder Ehegatte während der Ehe erworben hat.

04. Scheidungstermin

In der Regel müssen beim Scheidungstermin beide Ehepartner persönlich erscheinen. Zudem muss mindestens ein Scheidungsanwalt anwesend sein.

05. Scheidungsurteil

Letztendlich wird ein rechtskräftiges Urteil bzw. ein rechtskräftiger Beschluss des zuständigen Familiengerichts erlassen.

Scheidungs-FAQ

Relevante Fragen & Antworten zur Scheidung

Ihre Ehe ist gescheitert und Ihre Trennnung bzw. Scheidung steht bevor...

Wie lange dauert eine Scheidung?

Eine Scheidung dauert meist zwischen 3-12 Monate. Kommt es allerdings zwischen den Ehegatten zu einem „Rosenkrieg“, kann eine Scheidung auch mehrere Jahre dauern. Die Dauer liegt insbesondere an Ihnen und Ihrem Ehegatten. Erfolgt die Scheidung ohne Streitigkeiten und können alle relevanten Folgesachen, wie Aufteilung des Besitzes, Versorgungsausgleich, Sorgerecht und Unterhalt einvernehmlich und friedvoll geregelt werden. So kann ein Scheidungsverfahren unproblematisch und schnell realisiert werden.

Kann ich meine Scheidung beschleunigen?

Eine Scheidung kann nur in sogenannten „Härtefallen“ (z.B. bei extremer häuslicher Gewalt) beschleunigt werden. In solchen Ausnahmefällen kann eine Ehe auch geschieden werden, wenn das Trennungsjahr noch nicht abgelaufen ist. Hieran sind jedoch sehr strenge Anforderungen geknüpft.

Was kostet eine Scheidung?

Die Scheidungskosten werden anhand des sogenannten Verfahrenswerts (Streitwert) berechnet. Dieser errechnet sich für die Scheidung nach dem dreimonatigen Einkommen beider Eheleute. Hierbei handelt es sich um eine fiktive Größe, die als Grundlage zur Berechnung der Scheidungskosten dient. Eine durchschnittliche Scheidung kostet zwischen 1.500 und 3.000 Euro. Generell gilt: Je weniger der Scheidungsanwalt tätig werden muss, desto günstiger wird die Scheidung. Wird nämlich die Scheidung ohne streitige Folgesachen (z.B. Unterhalt, Sorgerecht, Umgangsrecht, Zugewinnausgleich) durchgeführt, berechnen sich die Scheidungskosten nur nach dem Verfahrenswert für die Scheidung. Einen kostenlosen Scheidungskostenrechner finden Sie hier.

Welche Unterlagen und Informationen werden für eine Scheidung benötigt?

Zur Durchführung einer Scheidung werden die Heiratsurkunde, Geburtsurkunden noch minderjähriger Kinder sowie – falls vorhanden – ein Ehevertrag, eine notarielle Scheidungsfolgen- oder Trennungsfolgenvereinbarung benötigt. Zu den weiteren notwendigen Informationen zählen: Vollständige Anschriften beider Ehegatten (aktuelle und letzte gemeinsame), Lebensmittelpunkt gemeinsamer Kinder, Trennungsdatum und Trennungsumsetzung, ggfls. Vereinbarung zum Versorgungsausgleich, Regelungen zum Umgangsrecht, Unterhalt, Ehewohnung, Haushaltssachen und Zugewinn.

Was wird im Rahmen eines Scheidungsverfahrens geregelt?

Neben der eigentlichen Scheidung werden in einem Scheidungsverfahren ebenfalls die sogenannten Folgesachen geregelt, wenn sie von dem jeweiligen Ehegatten beantragt werden. Laut § 137 Abs. 2 FamFG zählen hierzu u.a. Ehegattenunterhalt, Kindesunterhalt, Sorgerecht, Umgangsrecht, Zugewinn/ Güterrecht, Hausrat sowie Wohnungszuweisung. Auch der Versorgungsausgleich zählt zu den Folgesachen. Dieser wird jedoch grundsätzlich von Amts wegen durchgeführt.

Was passiert mit dem gemeinsamen Eigentum und dem Vermögen?

Durch die Scheidung ändern sich die Eigentumsverhältnisse nicht. Das gemeinsame Haus bleibt gemeinsames Eigentum, solange die Eheleute nichts anderes regeln. Hat aber einer der Ehepartner im Laufe der Ehe mehr Vermögen als der andere angehäuft, kann der andere Ehepartner den Zugewinnausgleich beantragen.

Was ändert sich nach einer Scheidung?

Eine Scheidung kann diverse Veränderungen mit sich bringen. Hierzu zählen u.a. Familienname, Krankenversicherung, Umgangsrecht, Unterhalt, Rentenanpassung aufgrund des durchgeführten Versorgungsausgleichs.

Sorgerecht, Umgangsrecht & Kindesunterhalt:

Scheidung mit Kindern

Wer hat sich um die Kinder zu sorgen?

Auch nach der Scheidung wird die elterliche Sorge für gemeinsame minderjährige Kinder durch beide Elternteile gemeinsam ausgeübt. Die Ausübung des Sorgerechts steht insofern in keinem Zusammenhang mit der Ehescheidung. Widerspricht die Ausübung des gemeinsamen Sorgerechts dem Kindeswohl, kann die elterliche Sorge – unabhängig von der Scheidung – allein einem Elternteil übertragen werden, wenn dieser einen entsprechenden Antrag beim Familiengericht stellt.

Wer muss Kindesunterhalt zahlen?

Der leistungsfähige Elternteil, bei dem sich das minderjährige gemeinsame Kind nicht ständig aufhält, ist grundsätzlich zum sogenannten Barunterhalt verpflichtet. Der andere Elternteil leistet Naturalunterhalt, indem es das Kind täglich versorgt. Bei volljährigen Kindern, die in der Ausbildung oder im Studium sind, sind beide Elternteile entsprechend ihrer Einkommensverhältnisse grundsätzlich zum Barunterhalt verpflichtet, auch wenn das Kind bei einem der Elternteile wohnt.

Was bedeuten Sorgerecht und Umgangsrecht?

Sorgerecht ist das Recht und die Pflicht der Eltern, unter anderem für das persönliche Wohl ihrer Kinder zu sorgen, ihr Vermögen zu verwalten, sie gesetzlich zu vertreten und ihren Aufenthalt zu bestimmen. Lebt das Kind bei Elternteil X, hat es dort seinen Lebensmittelpunkt, ohne dass diesem Elternteil das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht zugutekommen muss. Da der Lebensmittelpunkt bei diesem Elternteil ist, kann und sollte Elternteil Y sogenannte Umgangskontakte mit dem gemeinsamen Kind wahrnehmen, damit das Kind auch nach der Trennung der Eltern regelmäßigen Kontakt zu beiden Elternteilen hat und eine Entfremdung zwischen Kind und Eltern dadurch verhindert wird. Das ist der Sinn des Umgangsrechts.

Wie ermittelt sich der Kindesunterhalt?

Die Berechnung der Unterhaltsansprüche richtet sich nach der Düsseldorfer Tabelle. Beim Kindesunterhalt wird das Netto-Einkommen des barunterhaltspflichtigen Elternteils grundsätzlich u. a. um berufsbedingte Aufwendungen und Altersvorsorgeleistungen bereinigt. Die endgültige Höhe des Kindesunterhalts richtet sich sodann – nach Ermittlung des eben genannten bereinigten Einkommens – nach dem Alter des Kindes, was auf der Düsseldorfer Tabelle abzulesen ist. Die aktuelle Düsseldorfer Tabelle finden Sie hier.

Herausgeber & Autor dieser Seite

Kanzlei Landucci – Ihr Scheidungsanwalt in Köln

Giuseppe M. Landucci (Scheidungsanwalt & Fachanwalt für Familienrecht) in Köln

Giuseppe M. Landucci

Scheidungsanwalt/ Fachanwalt für Familienrecht

Sehr geehrter Besucher,

wir hoffen, Ihnen mit dieser Webseite die wichtigsten Fragen zum Thema Scheidung beantwortet zu haben. Auch wenn die Texte allesamt überprüft worden sind, können sie jedoch keine Rechtsberatung ersetzen, da sie nicht jeden konkreten Einzelfall abbilden können. Aus diesem Grund wird keine Garantie und keine Haftung für Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der gemachten Angaben übernommen. Gerne beraten wir Sie aber umfangreich zu Ihrem konkreten Einzelfall persönlich, damit auch Ihre Scheidung zu Ihrer vollsten Zufriedenheit erfolgt.

Mit freundlichen Grüßen

Unterschrift Giuseppe M. Landucci (Scheidungsanwalt & Fachanwalt für Familienrecht) Köln

Giuseppe M. Landucci

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